Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich mit Lob und Kritik an Sie wenden.
Wir sind als vierköpfige Familie im Mai aus beruflichen Gründen von Leipzig nach Wilkau-Haßlau gezogen und fühlen uns in dieser kleinen Stadt sehr wohl. Besonders aufgefallen ist uns hier die liebevolle Pflege der Blumenbeete und Pflanzenkästen im gesamten Stadtgebiet und die Pflege der Springbrunnen (Schmutz wird regelmäßig entfernt und das Wasser oft gewechselt). Wir begrüßen vor allem die stets gut gefüllten Beutelspender für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner, Leipzig konnte so etwas nicht bieten.
Leider hat das Wohnen hier einen erheblichen und uns alle auf Dauer sehr belastenden Nachteil: Es gibt einfach keine ausreichenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Berufstätige ohne Verwandschaft in der Umgebung. Unsere zwei Kinder im Alter von 5 und 2 Jahren gingen beide in Leipzig in eine Kita, hier in Wilkau-Haßlau mußte der Große vom Mai bis zum August auf einen Kindergartenplatz warten. Der Kleine hat noch nicht einmal Aussicht auf einen Platz in diesem Jahr. Im gesamten Ort bekommt man ausschließlich Absagen, selbst die private Kindertagespflege ist voll ausgelastet. Aus verschiedenen privaten und dienstlichen Gründen ist es uns nicht möglich, auf Kitas der umliegenden Gemeinden, beispielsweise Niedercrinitz, auszuweichen. Auf den Spielplätzen trifft man immer wieder Familien, denen es so oder ähnlich wie uns geht. Der Bedarf an, vor allem, Krippenplätzen ist auf jeden Fall da, zumal durch die neue Elterngeldregelung (Zahlung nur noch über ein Jahr statt vorher zwei Jahre) die Kinder in die Krippen "gezwungen" werden sollten. Es wäre mir ein Bedürfnis, dieses große Problem (im Wahljahr doch mehr als brisant auch für andere als betroffene Eltern) schnell zu beseitigen, denn so wie jetzt lassen sich Arbeit und Familie nicht miteinander vereinbaren. Ich würde mich über ein persönliches Gespräch darüber sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Maja Busecke.