Bürgermeister monieren Planungen zum Radwegebau zwischen Wilkau-Haßlau und Kirchberg

Wenn sich Bürgermeister anlässlich eines Jubiläums treffen, ist das meistens eine schöne Angelegenheit. Der heutige Pressetermin von Kirchbergs Bürgermeisterin Dorothee Obst und Bürgermeister Stefan Feustel hatte jedoch einen anderen Hintergrund. Vor 20 Jahren haben die Planungen zu einem Radweg entlang der Staatsstraße 277 zwischen Wilkau-Haßlau und Kirchberg begonnen - diesen gibt es bis heute aber noch nicht.

 

Bereits 2005 wurden die beiden Kommunen in die Planungen involviert. Das damals entworfene Radverkehrskonzept des Freistaates Sachsen enthielt bereits einen Radweg zwischen den beiden Kommunen, der an der Cainsdorfer Straße beginnen sollte. Mit Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes hielt der Freistaat Sachsen weiterhin an dem Projekt fest. Die Planungen wurden jedoch so geändert, dass der Radweg nur noch von der Ortsgrenze Wilkau-Haßlau bis Kirchberg reichen sollte. Angedacht ist er auch heute noch als straßenbegleitende Variante, um Radfahrern gewissen Schutz bieten zu können, da sich einige Streckenabschnitte außerorts befinden und dort eine Geschwindigkeit von 70 bzw. 100 km/h erlaubt ist. Eine 2024 vorgelegte Ausführung als aufgezeichneter Schutzstreifen auf der S277 wurde von beiden Bürgermeistern aus diesem Grund abgelehnt und somit planungstechnisch direkt wieder verworfen. Der Freistaat Sachsen hält auch nach 20 Jahren der Planung weiter an dem Projekt fest. Selbst Träger öffentlicher Belange und Anwohner wurden bereits in das Verfahren involviert, Vermessungsarbeiten durchgeführt. Wie viel Geld der Freistaat Sachsen über 20 Jahre in die Planung des Radwegs investiert hat, ist unklar. Fakt ist, dass das Projekt ein Vorzeigebeispiel für die stetig wachsende Bürokratie ist. "Buntes Papier" gibt es zu diesem Projekt genug.

 

Bei dem Pressetermin betonten sowohl Bürgermeisterin Obst als auch Bürgermeister Feustel die dringende Notwendigkeit des Radwegs, um den alltäglichen Radverkehr zwischen Wilkau-Haßlau und Kirchberg zu erleichtern und die Sicherheit für die Radfahrer zu verbessern. Gleichermaßen könnte auch der Tourismus in der Region von dem Radweg "Rödelbach-Bürstenroute" profitieren. Beide hoffen auf einen zeitnahen Start des Radwegebaus, bestenfalls in Verbindung mit der Instandsetzung der Staatsstraße an sich. Ob der Radweg überhaupt gebaut wird und wenn ja wann, bleibt jedoch eine Frage, die nur der Freistaat Sachsen beantworten kann.

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Veröffentlichung

Wilkau-Haßlau
Do, 10. Juli 2025

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