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Wappen der Stadt Wilkau-Haßlau

Wissenswertes

Wilkau-Haßlau liegt im Westen des Freistaates Sachsen im Landkreis Zwickauer Land und zählt 9.460 Einwohner (Stand 01/2026). Die Stadt liegt am Fuße des Erzgebirges an der Zwickauer Mulde, die sie in ihre 2 Hälften, Wilkau und Haßlau, teilt. Durch die Bundesstraße B93 (früher die "Silberstraße") und die Eisenbahnlinie der Erzgebirgsbahn (Strecke Zwickau - Johanngeorgenstadt) sowie die Nähe zu den Autobahnen 72 und 4 ist Wilkau-Haßlau verkehrsgünstig zu erreichen. Die beiden Ortsteile Culitzsch und Silberstraße wurden 1999 eingemeindet.

 

Fläche: 12,70 km²

Höhe: durchschnittl. 327 m über NN

 

Das Wappen unserer Stadt zeigt im quergeteilten Schild oben den Wolf, auf der senkrecht geteilten unteren Hälfte links ein Zahnrad als Zeichen der Industrie und rechts Hammer und Schlegel aus dem ehemaligen Haßlauer Bildsiegel stellvertretend für den Bergbau. Es wurde 1934 im Zusammenhang mit der Stadtgründung gestaltet. Seit 1935 gelten die Stadtfarben blau-weiß.


Die Autobahnbrücke der A72 Chemnitz - Hof mit einer Länge von fast 700 m gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind neben dem Rathaus das Denkmal "Müder Wanderer" auf dem Michaelisfriedhof sowie die Michaeliskirche, die Lutherkirche und die Fußgängerhängebrücke, die die beiden Ortsteile Haßlau und Wilkau miteinander verbindet. Seit 2018 gibt es außerdem im Ortsteil Culitzsch ein privatbetriebenes Oldtimermuseum.

 

Im August 2020 erschien eine aktualisierte, umfassende Informationsbroschüre über unsere Stadt, die Sie hier online lesen können. Gern senden wir Ihnen auch ein Exemplar postalisch zu. Im Herbst 2025 wurde eine neue Imagebroschüre über die Stadt veröffentlicht.

 

2024 wurden anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Verleihung des Stadtrechts Informationstafeln über die Geschichte der Stadt im Park am Rathaus aufgestellt. Diese sind hier ebenso online einsehbar.

Das Rathaus

Der Bau des heutigen Rathauses begann am 4. Juli 1927.

Die Frage nach einem neuen Rathaus wurde bereits in den vorhergehenden Jahren diskutiert, denn das Gemeindeamt in der Haaraer Str. 20 war bei weitem zu klein für die sich stetig erweiternden Aufgaben der Verwaltung. So kam es, dass im Jahr 1926 ein Wettbewerb für die Neukonstruktion eines Rathauses für unsere Stadt ausgeschrieben wurden. Von 35 Teilnehmern gewann der Architekt Reg.-Baumeister Dr. Ing. Manfred Geyer aus Zwickau, dessen Entwurf letztendlich das heutige Rathaus darstellt.

 

Manfred Geyer spezialisierte sich bei seinem Entwurf auf einen repräsentativen Bauteil entlang der Kirchberger Straße mit großen Fenstern in den unteren Etagen (dahinter liegt der Ratssaal) und einen markanten Turm, den man von der Haßlauer Muldenseite ebenso gut aus sehen sollte.

Noch bevor das Bauprojekt begonnen hatte, mussten die Räumlichkeiten planerisch erweitert werden, um alle Aufgaben der Verwaltung im Gebäude unterzubringen. Dies, erhebliche Kosten für die Möblierung und sonstige innere Einrichtung sowie die gänzliche Unterkellerung des Gebäudes und der Terrasse, führten zu einer immensen Übersteigung der ursprünglich angesetzten Baukosten. Deshalb entschied der Bauausschuss, "Verschönerungen", deren Einbau später problemlos erfolgen konnte, vorerst entfallen zu lassen. Dennoch ist das Wilkau-Haßlauer Rathaus ein Schmuckstück der Stadt. Seine Entstehung ist dem damaligen Bürgermeister Kammerrat Ernst Ottomar Kleinhempel zu verdanken. 

Heute dient das Rathaus ausschließlich als Sitz der Verwaltung, während früher auch die Sparkasse, die Polizei und die Stadtbibliothek ihren Sitz fanden. In den 90er-Jahren wurde das Rathaus zuletzt umfassend saniert.

Bebauung in Haßlau
Pavillon auf dem Alten Markt
Blick ins Stadtzentrum mit Rathaus und Muldebrücke  (c) Christian Gerber

Partnerstädte

Seit den 1990er Jahren unterhält die Stadt Wilkau-Haßlau partnerschaftliche Beziehungen zu den Städten Griesheim, Bar-le-Duc und Gyönk.

 

Ausgelöst durch eine Verbindung auf Kreisebene zwischem dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Landkreis Zwickau war es sinnvoll, auch auf kommunaler Ebene Verbindungen zwischen Gemeinden der Landkreises einzugehen. Die Stadt Wilkau-Haßlau, ähnlich strukturiert wie Griesheim, sollte der ideale gleichwertige Partner für den Aufbau einer Städtefreundschaft zwischen zwei deutschen Kommunen werden.

 

Die Beziehungen zwischen diesen beiden Städten sollten auf eine Partnerschaftsbeziehung begründet sein. Am 10. November 1990 wurde die Partnerschaft zwischen Wilkau-Haßlau und Griesheim besiegelt. Städtische Bedienstete aus Griesheim für die Bereiche Bau-, Haushalts-, Wohnungswesen und Bücherei verbrachten einige Zeit in Wilkau-Haßlau, um damals bei der Selbstverwaltung behilflich zu sein.
In dieser Zeit bahnten sich auch einige Vereinsverbindungen und eine enge Freundschaft bzw. kollegiale Unterstützung auf der Feuerwehrebene an. Weitere Informationen zu der Partnerstadt Griesheim finden Sie auf deren Internet-Präsenz: www.griesheim.de

 

Bar-le-Duc, eine 20 000 Einwohner zählende Stadt in Frankreich, finden wir auf der Karte zwischen Straßburg und Paris am Rhein-Marne-Kanal und am Flüsschen Ornain. Griesheim und Bar-le-Duc sind seit 1975 miteinander verbunden. Weitere Informationen zu der Partnerstadt Bar-le-Duc finden Sie auf deren Internet-Präsenz (deutschsprachiger Bereich vorhanden): www.barleduc.fr

 

Gyönk ist eine ungarische Großgemeinde im Komitat Tolnar und sie beherbergt neben den unterschiedlichen sozialen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten auch ein deutschsprachiges Gymnasium für die Region. Seit 1990 bestehen Beziehungen seitens Griesheim zu Gyönk. Weitere Informationen zu der Partnerstadt Gyönk finden Sie auf deren Internet-Präsenz: www.gyonk.hu

 

Am 4. Oktober 1996 fand im großen Ratssaal von Wilkau-Haßlau im Rahmen einer Feierstunde die Stadtratssitzung statt, zu der die Freundschaftsurkunde zwischen den 4 Städten unterzeichnet wurde. Als Erinnerung an dieses Treffen pflanzten die Vertreter der Partnerstädte am 5. Oktober 1996 vier junge Eichen auf den alten Marktplatz in Wilkau-Haßlau. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Gedenktafel enthüllt.

Wappen der Stadt Griesheim in Hessen
Wappen der Stadt Gyönk in Ungarn
Wappen der Stadt Bar-le-Duc in Frankreich